Und noch ein Grund zum Sporteln

Sportliches Training kann die Häufigkeit von Erkältungskrankheiten bei postmenopausalen Frauen vermindern.

Patienten fragen häufig, was sie zur Stärkung ihres Immunsystems tun können, und Kliniker haben dann gewöhnlich wenig konkrete Ratschläge anzubieten. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie legen nahe, dass regelmäßiges körperliches Training einen Schutz gegenüber banalen Erkältungen bieten kann.

US-amerikanische Forscher untersuchten jetzt 115 übergewichtige, postmenopausale Frauen mit überwiegend sitzender Lebensweise und teilten sie nach dem Zufallsprinzip einer Gruppe mit mäßig intensivem Training für 45 Minuten fünfmal pro Woche oder einer Vergleichsgruppe zu, die nur einmal pro Woche ein Stretching durchführte. Ein Jahr lang wurden alle 3 Monate über Fragebögen mittels Selbsteinschätzung die Durchführung der Übungen und die Häufigkeit von Infektionen der oberen Atemwege beurteilt (eingeteilt in banale Erkältung, grippalen Infekt und sonstigen Infekt).

Im Vergleich mit der Stretching-Gruppe berichteten Frauen in der Übungsgruppe seltener über Erkältungen. Der Unterschied war während der letzten 3 Monate der Studie am größten, als dreimal so viele Frauen in der Stretching-Gruppe unter einer Erkältung gelitten hatten wie in der Trainingsgruppe. Das Training beeinflusste allerdings nicht die Häufigkeit grippaler Infekte oder von Atemwegsinfektionen insgesamt.

Eine Schwäche dieser Untersuchung ist sicherlich die Tatsache, dass Häufigkeit und Art von Infekten sowie die Einhaltung der Trainingseinheiten nur mittels Selbstbeobachtung erfasst wurden. Trotzdem liefert sie einen weiteren Beitrag zu der wachsenden Literatur über positive Auswirkungen einer mäßigen, aber regelmäßigen sportlichen Betätigung.